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Hypothyreose – Ernährung und Kräuter die zur Linderung der Symptome beitragen

Fast jeder von uns kennt jemanden, der an einer Schilddrüsenerkrankung leidet. Frauen sind überdurchschnittlich häufiger betroffen als Männer. Eine Hypothyreose entwickelt sich, wenn die Schilddrüse weniger Schilddrüsenhormone produziert, die für den Stoffwechsel, die Energie und andere Körperfunktionen benötigt werden. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben. Manchmal bleibt dieser Zustand unentdeckt oder wird mit anderen Krankheiten verwechselt, da die Symptome oft falsch gedeutet werden. Eine sehr häufige Ursache für Hypothyreose ist die Hashimoto-Krankheit, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Einmal diagnostiziert, können Symptome der Schilddrüsenunterfunktion mit den richtigen Nahrungsmitteln und Kräutern gelindert werden. Welche Symptome können Sie bei einer Hypothyreose haben?

Mögliche Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können sein

  • Verstopfung
  • Müdigkeit und Trägheit
  • Gewichtszunahme ohne mehr zu essen
  • Unregelmäßige Perioden
  • Kältegefühl, friert leicht
  • Verminderte Libido
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Geschwollene Augenlider
  • Haarverlust
  • Spröde Haare und Nägel
  • Trockene, juckende Haut
  • Wassereinlagerungen

Bei der Schilddrüsenunterfunktion findet sich zu viel Kälte und es fehlt im Körper an Wärme welche uns dynamisch werden lässt, die Durchblutung anregt und den Stoffwechsel antreibt. Es ist daher wichtig mehr warme gekochte und gedünstete Speisen zu essen rohe Nahrungsmittel und Säfte zu vermeiden.

Die besten Nahrungsmittel bei Schilddrüsenunterfunktion

  • Hülsenfrüchte (wenn man sie gut verdauen kann): schwarze und grüne Bohnen, Adzukibohnen, Linsen;
  • Algen: Seetang, Nori, Kombu und Wakame;
  • Getreide: Wildreis, Naturreis, Hafer, Dinkel;
  • Früchte: Datteln, Kirschen, Kokosnuss, Feigen, Maulbeeren, Himbeeren, Blaubeeren;
  • Fleisch: jedoch kein hormonell behandeltes Fleisch, besonders gut Nieren;
  • Meeresfrüchte und Fisch: Austern, Muscheln, Hummer, Flusskrebse, Calamari, Lachs;
  • Nüsse und Samen: Walnüsse, schwarzer Sesam, Kastanien;
  • Gemüse: Pastinake, Karotte, Rote Beete, Mais, Lauch, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Kohl, Winterkürbis, Kürbis, Shitake, Pilze;
  • Kräuter und Gewürze: Petersilie, Anis, Ingwer, Zimt, Nelken, Fenchel, Basilikum, Rosmarin, Dill, Kümmel, Kümmel;
  • Andere Nahrungsmittel: Yamswurzel, frischer Ingwer, Kurkuma, Kokosmilch, Kokosöl, Keimlinge, Sesamöl;

Die richtige Ernährung hilft Ihnen, sich besser zu fühlen und verhindert, dass sich die Symptome verschlimmern. Es gibt auch Heilpflanzen die unterstützend bei Hypothyreose eingesetzt werden können.

Die wirksamsten Kräuter zur Linderung von Symptomen der Hypothyreose

  • Echinacea – Verbessert die Funktion des Immunsystems.
  • Ashwagandha – hormonausgleichend, die Ausdauer steigernd und hilft stressresistenter zu sein. Es soll auch helfen, Entzündungen zu bekämpfen und die Immunität zu verbessern.
  • Süßholz – Kann dazu beitragen, Cortisol zu senken und die Energie zu steigern.
  • Herzgespannkraut – Kann helfen Herzklopfen, Hitzewallungen, Angstzustände und Überempfindlichkeit der Haut zu reduzieren. 

Neben dem Essen der richtigen Nahrungsmittel und der Einnahme von Kräutern für die Schilddrüse können auch die Kochmethode und einige allgemeine Anpassungen des Lebensstils zur Verbesserung Ihres Zustands vorgenommen werden.

Allgemeine Hinweise bei Schilddrüsenunterfunktion

  • Essen Sie so viel gegarte und gekochte Speisen wie möglich.
  • Vermeiden Sie kalte Getränke, Zucker und Kuhmilchprodukte.
  • Nehmen Sie keine eiskalten Getränke und Eiscreme zu sich.
  • Reduzieren Sie rohe Nahrungsmittel besonders Tomaten, Avocados, Gurken, Wassermelone und tropische Früchte, da sie viel Kälte produzieren.
  • Trinken Sie keine Frucht- und Gemüsesäfte.
  • Reduzieren Sie Kaffee und Alkohol.
  • Verzichten Sie auf Fertiggerichte.
  • Nehmen Sie öfter ein warmes Bad und sorgen Sie dafür, dass Ihre Füße immer warm sind.
  • Regelmäßige, moderate Bewegung ist wichtig.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Jodwerte.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Körper ausreichend Zink, Selen, Vitamin B12, Vitamin A und Eisen hat.

Wenn Sie ein Levothyroxin-Medikament einnehmen, achten Sie darauf, dass Sie 4-6 Stunden zwischen der Einnahme von diesem und von Vitaminprodukten, die Eisensulfat und Calciumcarbonat enthalten, lassen. Ansonsten kann die Aufnahme des Medikaments beeinträchtigt werden. Gleiches gilt für den Konsum von Espresso, ballaststoffreichen Lebensmitteln und Sojaprodukten.

Eine Heilung ausschließlich mit Nahrung und Kräutern ist nicht möglich, wenn Sie unter einer schweren Schilddrüsenunterfunktion leiden. Es wird jedoch dazu beitragen, die Einnahme Ihrer Medikamente zu senken und unterstützt andere naturheilkundliche Therapien. Mit den richtigen Lebensmitteln und Kräutern können Sie die Selbstheilungskräfte anregen und Ihren Gesundheitszustand verbessern. Setzen Sie sich mit einem Ernährungsberater in Verbindung, der Ihnen hilft zu entscheiden, welche Lebensmittel und Kräuter für Ihren individuellen Fall die besten sind.

Über die Autorin

Carina Greweling ist eine staatlich anerkannte Heilpraktikerin aus Deutschland, die nach ihrer Prüfung zur Heilpraktikerin, Chinesische Medizin, Craniosacral-Therapie und Bachblüten studierte und ihr Wissen über Meditation und Yoga vertiefte, während sie in Indien lebte. Carina ist spezialisiert auf Frauengesundheit. In regelmäßigen Workshops und Yoga-Retreats vermittelt sie tieferes Wissen und Inspiration für einen gesunden Körper und Geist. Sie gibt auch Online-Konsultationen.